Die JUSO fordert Freiräume statt Polizeigewalt

Die Juso Stadt Bern steht ein für Freiräume und gegen die Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes in der Stadt Bern. Diese Anliegen teilten die Teilnehmenden der Sauvage vom Samstagabend.  Klar verurteilen wir hingegen den unverhältnismässigen und brutalen Polizeieinsatz. 

Mehr als 1´000 Menschen waren gestern Abend an der Sauvage im Warmbächli und am anschliessenden Umzug in der Innenstadt. Kritik am Konsumzwang und fehlende Freiräume sind Anliegen, die in der Stadt Bern immer wieder gefordert werden.

Diese Anliegen unterstützen wir als JUSO Stadt Bern vollständig und verurteilen den brutalen Polizeieinsatz. Einmal mehr hat die die Polizei einen solchen Umzug gewaltvoll  gestoppt und aufgezeigt, was sie von unkonventionellen Jugendbewegungen hält. Mehrmals stellten sich Polizeibarikaden dem Umzug entgegen, in der Länggasse kam der Wasserwerfer und massiv Tränengas zum Einsatz.

Leider eskalierte die Situation zwischen Polizei und Demonstrierenden in Bern. Die Ursachen dahinter sieht die JUSO Stadt Bern allerdings klar bei den fehlenden Freiräumen.  Bern braucht mehr Freiräume, wo die Jugend sich ohne Konsumzwang treffen und feiern kann. Insbesondere was die Angriffe auf die Reitschule in der letzten Zeit anbelangt, ist diese Geschichte brisant. Die 1000 feiernde Jugendliche sollten als Zeichen dafür genommen werden, dass die Reitschule verteidigt werden muss. Auf keinen Fall darf die Autonomie der Reitschule untergraben werden. Stattdessen sollten wir diskutieren wie man mehr solche Räume in der Stadt schaffen kann.

„Es ist wichtig, dass die Berner Jugend weiterhin für mehr Freiräume kämpft und die Strassen zurückgewinnt, deshalb würde ich nicht ausschliessen, dass auch wir in diesem Sommer zu einem friedlichen „Reclaim the streets“ aufrufen werden“, so Barbara Keller, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Bern.

Positiv sieht die JUSO Stadt Bern auch, dass der gesamte Erlös der Veranstaltung für autonome Flüchtlingshilfe in Athen gespendet wird, was von den meisten Medien weitgehend ignoriert wurde. Die Berichterstattung  gibt lediglich die Seite der Polizei wieder und betont ausschliesslich die Sachschäden, ignoriert jedoch die politische Komponente weitgehend.

 

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